Zauberwürfel etc.
Dezember 23, 2007 12:30 Fun, Games, SonstigesErinnert sich noch jemand an diesen Plastikwürfel, jede Seite andersfarbig? Auch Zauberwürfel genannt. War in den 80zigern der Renner und verstaubt jetzt in zahllosen zu Arbeitszimmern mutierten ehemaligen Kinderzimmern. Wie dem auch sei – ich habe ihn neulich wiederentdeckt. In einem Spielzeugeschäft. Sieh einer an, das Teil kennst Du doch, habe ich mir gedacht. Kostete auch nur 3,99 Euro – Chinaimport, war ja klar (kam glaube ich damals schon aus China). Also, nicht lange nachgedacht und mitgenommen. Der ursprüngliche Zustand (siehe oben) war mit ein paar schnellen Griffen (rechts, links, rechts, ratsch, ratsch etc.) schnell Vergangenheit…Ziel ist es ja bekanntlich, wieder alle Farben auf die jeweilige Würfelseite zu bekommen.
Einige Abende später stellte sich dann folgende Erkenntnis ein:
- alle Lösungen im Internet sind falsch; und zwar spätestens bei der letzten Drehung – diese sei hier an den Pranger gestellt vertretend für viele andere, die mich in die Irre geführt haben http://www.keks.de/wuerfel/index_v2
- das gemeine an dem Würfel ist, dass man, um an die Lösung zu kommen, einen scheinbar halbwegs gelösten Würfel scheinbar nochmal komplett durcheinanerdrehen muß (”Ecken tauschen”, “Kanten kippen” oder war es andersherum? egal) um dann zu der angeblichen Lösung zu kommen
Was mich natürlich am meisten wurmte, war, dass mich so ein billiges Plastikspielzeug aus China erst um meine wohlverdienten Abende und dann um meinen Verstand brachte. Wenn das kein Frontangriff auf mein räumliches Vorstellungsvermögen, ach was, auf meine Intelligenz war. Ich fühlte mich schon in der jahrhunderte alten Traditon Abendland gegen Morgenland.
Inzwischen zeigten sich auch schon die ersten Verschleißterscheinungen am Würfel: die Farbe blätterte langsam ab, die Würfeldrehungen verhakten sich gerne. Billiger Chinaimport also. Muß ich jetzt Angst um meine Gesundheit haben? Genug Meldungen hatte man ja von vergifteten Barbiepuppen etc. aus China gehört/gelesen.
Natürlich beschäftigte mich das jetzt auch tagsüber. Ein Bekannter erinnerte sich auch an den Würfel. 1:48 Minuten – und wie lange hast Du damals für die Lösung gebraucht? Ich verließ fluchtartig die Wohnung…
Egal, ich muß jetzt hier die Oberhand behalten. Eine (Not-)Lösung gibt es ja noch – den Würfel einfach in seine Einzelteile zerlegen und korrekt wieder zusammenbauen. Aber jetzt muß ich wieder (ratsch, ritsch, ratsch ratsch…) – das kann doch nicht die Lösung sein?!

Dezember 23rd, 2007 at 13:19
Das Teil hiess doch mal “Rubik’s Cube” bzw. hier “Rubikswürfel” oder so. Kenn ich auch noch von früher wenn spielt man so oder so nur das Orignal der hält auch länger durch. Die frage die mich eher beschäftigt hat eigentlich der Erfinder jemals was daran verdient? Weil der kamm ja irgendwo aus dem damaligen Ostblock, Ungarn oder so selbst der eigentliche Erfinder des Kugelschreibers ist ja deswegen ziemlich leer ausgegangen.
Januar 8th, 2008 at 10:19
Boah, da hab ich Tage und Nächte dran gesessen an dem Ding, aber es nie geschafft.
Da hat man eine Seite fertig, freut sich kurz, nur um dann zu erkennen, dass wenn man noch eine andere Seite fertig machen will, man diese wieder kapputt machen muss –> frustrierend
Ich hab mal nen Artikel aus der Wissenschaft der Spieltheorie gefunden, wo ein Doktor aus Amerika eine Theorie aufgestellt hat, dass man den Würfel, egal in welchem Zustand, nach statistischen Methoden validiert, mit maximal 28 Bewegungen in den Ursprungszustand versetzen kann!
Ich guck mal ob ich das nochmal finde, dann schreib ich nen Artikel in meinem Blog drüber und verlinke zu dir!